Termine

Nachtkonzerte

06.07.

DER ENGELLENDER IN INSPRUK

Musikalische Querverbindungen um 1650

Johanna Valencia – Lyra viol

Im 17. Jahrhundert waren englische Gambisten in ganz Europa hoch geschätzt. Viele waren an ausländischen Höfen tätig, unter ihnen William Younge in Innsbruck. Ein ganzes Netzwerk von Komponisten, Spielern, Kopisten und Mäzenen teilten einen Enthusiasmus für die englische Musik. Das heutige Programm basiert auf diesen musikalischen Querverbindungen. Ein Großteil des Programms stammt aus den „Goëss“ Manuskripten im Archiv vom Schloss Ebenthal in Kärnten.

Werke von W. Younge, D. Stöeffken, J. Jenkins u.a.

13.07.

FANTASIE UND CHACONNE

Agnes Stradner – Barockvioline

Werke von G.Ph. Telemann, J.J. Vilsmayr und J.S. Bach

Die intimste aller Kammermusikbesetzungen, Musik für Violine solo, bietet Raum für Poesie und Architektur, für Meditation und Tanz.

Die Wiener Barockgeigerin Agnes Stradner spielt ein Programm mit drei fast zur gleichen Zeit entstandenen Werken, die aber unterschiedlicher nicht sein könnten. Nach Telemanns verträumter Fantasie Es-Dur und Vilsmayrs brillanter Suite A-Dur erklingt der Höhepunkt der Violine-Sololiteratur, die d-Moll-Partita von J.S. Bach mit der berühmten Chaconne.

20. 07.

MUSICALL HUMORS

Christoph Urbanetz – Viola da Gamba

Werke von T. Hume, J.Schenk, M. Marais u.a.

Das Konzert bietet einen Streifzug durch 150 Jahre solistische Gambenmusik. Von Captain Tobias Hume, der in seinem Werk „Musicall Humors“ von den Erlebnissen seines Söldnerlebens unter Elisabeth I. erzählt, über Schenk und Marais zu Abel, einem der letzten großen Gambisten und bereits Wegbereiter der Klassik.

27.07.

Eugène Michelangeli – Claviorganum

Am Ende des 16. Jh. entsteht in Italien eine faszinierende Wende in der Musikgeschichte: die reine Polyphonie der Renaissance wird vom neuen Stil der sogenannten Seconda Prattica langsam überholt. Girolamo Frescobaldi lebt diese Wende ganz konkret aus. Seine Ricercari haben über Jahrhunderte als Musterbeispiele eines perfekten Kontrapunktes gegolten, und seine Toccaten stehen für die blühende neue Freiheit der Musik im instrumentalen solistischen Stil. Das damals als perfektestes Tasteninstrument beschriebenen Claviorganum (die Kombination eines Cembalos mit einer Orgel) erlaubt eine ungewöhnliche Vielfalt an Klangfarben, die sowohl die Klarheit der Polyphonie als auch den freien Diskurs der Toccaten ideal zum Erklingen bringt.

Werke von G. Frescobaldi

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